DPA:via Spiegel Online Er ist für seine aggressiven Performances bekannt: Künstler Jonathan Meese hat bei den Mannheimer Schillertagen erneut provoziert. Der 43-Jährige zeigte unaufhörlich den Hitlergruß und beschmierte eine Außerirdischen-Gummipuppe mit einem Hakenkreuz.
Mannheim - Jonathan Meese hat es wieder getan. Während seiner 165-minütigen Ein-Mann-Aufführung "Generaltanz den Erzschiller" bei den Mannheimer Schillertagen zeigte der Provokateur unaufhörlich den Hitlergruß. Zudem beschmierte er eine Außerirdischen-Gummipuppe mit einem Hakenkreuz und deutete mit dieser Oralsex an.
Die Uraufführung seines auf Nonsens beruhenden Auftragswerks geriet zur Farce, da Meese permanent das Ende der Demokratie beschrie. Die Zuschauer beschimpfte der Skandalkünstler als "Formfleisch-Menschenklone", die sich von "Demokratie-Terroristen" regieren ließen.
Seine Redetiraden im Auf- und Abgehen wurden durch die permanente Wiederholung von eingespielten Musiktiteln wie "You" der Achtziger-Jahre-Band Boytronic orchestriert. Unaufhörlich rief Meese die "Diktatur der Kunst" aus, eine Auseinandersetzung mit Friedrich Schiller fand nicht statt. Am Ende hatte er knapp 75 Prozent seiner Zuschauer verloren.
Die Mannheimer Aufführung wird möglicherweise auch die Justiz interessieren. Denn erst im Juni hatte der Skandalkünstler einen Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Kassel wegen eines öffentlichen Hitlergrußes erhalten. Ob es zu einem Gerichtstermin kommt, ist unklar. Fest steht aber, dass Meese 2016 bei den Bayreuther Festspielen Wagners "Parsifal" inszenieren soll. Erfahrungen als Regisseur von Opern hat er bislang nicht.
ANZEIGE
Seine Redetiraden im Auf- und Abgehen wurden durch die permanente Wiederholung von eingespielten Musiktiteln wie "You" der Achtziger-Jahre-Band Boytronic orchestriert. Unaufhörlich rief Meese die "Diktatur der Kunst" aus, eine Auseinandersetzung mit Friedrich Schiller fand nicht statt. Am Ende hatte er knapp 75 Prozent seiner Zuschauer verloren.
Die Mannheimer Aufführung wird möglicherweise auch die Justiz interessieren. Denn erst im Juni hatte der Skandalkünstler einen Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Kassel wegen eines öffentlichen Hitlergrußes erhalten. Ob es zu einem Gerichtstermin kommt, ist unklar. Fest steht aber, dass Meese 2016 bei den Bayreuther Festspielen Wagners "Parsifal" inszenieren soll. Erfahrungen als Regisseur von Opern hat er bislang nicht.